Hallo Ihr Restaurationswütigen,
ich habe den untenstehenden Text vor einiger Zeit mal verfaßt, ich habe ihn aus dem alten Thread nochmals hierherkopiert. Das solle ine gute ANleitung für die Tankrestauration sein. Es hält nämlich bis heute (bis auf den Lack außen am Einfüllstutzen, aber das ist ein anderes THema.....
Hallo Ihr Spritnasen,
ich habe mich vor einigen Tagen an das 1. Kapitel der Tankrestauration begeben. An der unteren Kante im Bereich der Schweißnaht waren diverse kleine Löcher. Benötigtes Material: Karosseriezinn, Flußmittel für Kupferrohre und Fittings(!!!) und ein Heißluftgebläse (so eins um Farbe vom Türrahmen o.ä. zu brennen)
Meine ersten Versuche mit Dachrinnenlot (Flußmittel Kolophonium in der Mitte des Lötdrahtes) haben überhaupt nicht funktioniert, das Lot perlte vom Blech ab , interessierte sich überhaupt nicht dafür. Eigentlich war das mit dem Flußmittel für Kupfer nur eine Notlösung, hat aber sehr gut funktioniert. Also das Blech an der betreffenden Stelle soweit aufgewärmt (Höchste Stufe am Gebläse) daß es sich leicht bräunlich verfärbt, Fön weglegen und schnell das Flußmittel aufpinseln. Sofort sieht man, daß sich das Blech an dieser Stelle hellssilber verfärbt. Dann die Stange mit dem Karosseriezinn an dem heißen Blech zum schmelzen bringen, dabei leicht "tupfen" bis der Bereich um die Löcher großzügig mit Zinn bedeckt ist. Das Größte Loch hatte einen Durchmesser von immerhin ca. 3mm, ich habe es auf diese Weise gut abgedichtet. Danach habe ich die Stellen geschliffen und den gesamten Tank mit Zinkstaubspray grundiert. Hier nicht zuviel wegschleifen, letzte Unebenheiten werden dann mit Feinspachtel bzw. Spritzfüller bearbeitet und naßgeschliffen. (Wird dann wie Kinderpopo.......)
Danach werde ich mich an die Tankinnenversiegelung begeben, die werde ich mit den Mittelchen vom "Korrosionsschutzdepot" durchführen. Ich weiß zwar noch nicht genau wann ich dazu komme vor lauter Hochzeitsvorbereitungen aber wird schon irgendwie klappen...... Ansonsten gehts dann erst Anfang April weiter.......
Grüße
André Löhrer
Ich bin´s schon wieder,
für alle die, die sich nicht so richtig an die Tankrestauration trauen: Ist halb so wild!! Der Tank ist also von außen abgedichtet, danach habe ich mich an die Innenseite begeben. Erstmal eine Viertelflasche Essigessenz (gibt´s im Supermarkt) reingefüllt, und 2 Stunden stehen lassen. Und siehe da, der Essig im Tank färbt sich schon braun, der Rost wird bereits zersetzt! Habe dann die Scherben von einer kleinen Bierflasche (HICKS - tschulligung.... ) reingefüllt und ca. eine halbe Stunde Sambarassel damit gespielt. Das Ergebnis hat mich selber erstaunt, fast keine Rostplacken mehr im Tank! Optimale Voraussetzungen für die Tankversiegelung, Bericht folgt.........
Ciao
André
aaaaaaaalso,
das mit dem Tank hat mir keine Ruhe gelassen und ich habe mich dann doch weiter drangegeben.
Nach der Geschichte mit dem Essig habe ich den Tank gründlich mit Wasser und anschließend mit Spiritus gespült.
Dann kamen die Mittelchen vom Korrosionsschutz- Depot zum Zug:
Zuerst "Marine-Clean" in den Tank um ihn wirklich Fettfrei zu bekommen. (Essig und Spiritus haben das sicher vorher schon gemacht, aber sicher ist sicher...)
Dann das Teil mit Wasser wieder ausgespült, anschließend etwas Isopropanol (Apotheke: 0,5l für 4,95EUR) reingeschüttet, umgeschwenkt und wieder ausgeschüttet. Dann mit einem Föhn im Tankinneren für Durchzug gesorgt, bis er trocken war. Der Alkohol hat den Sinn, daß die Restfeuchtigkeit besser und vor allen schneller verdunstet, damit sich nicht so leicht wieder Flugrost bilden kann.
Der Nächste Arbeitsschritt: "Metal Ready" ´reingekippt und zugeschaut, wie sich die letzten braunen Rostflecken im wahrsten Sinne des Wortes "auflösen"!!!
Dann wieder mit Wasser vorspülen und mit Isopropanol nachspülen und mit dem Föhn nachblasen..... Als der Tank jetzt trocken war, konnte ich im inneren diverse Stellen sehen, die wieder von hauchfeinem Flugrost orange verfärbt waren. Schneller kann man den Tank kaum trocknen, darum habe ich diesen Flugrost für den kommenden Arbeitsschritt ignoriert.
Jetzt wurde es spannend: Die Tankversiegelung "POR15" war an der Reihe! Einen guten Schluck davon rein in den Patienten, und gründlich in alle Richtungen schwenken. (Einfüllöffnung mit Gaffatape zugeklebt, den Benzinhahnanschluß mit einem zurechtgeschnitzten Korken zugemacht) Was zuviel war, habe ich ganz nach Anleitung wieder herauslaufen lassen.
Zuerst machte die Versiegelung den Eindruck, als würde sie niemals trocknen wollen. Aber jetzt, nach 3 Tagen fühlt sie sich an wie eine Glasur. Die Farbe ist silbergrau, und bei jedem Tanken kann ich mich jetzt daran erfreuen.......
Also: Alles halb so wild. Wer einen Tank zu restaurieren hat, nur ran! Die Mittelchen gibts im Supermarkt, Apotheke und beim KSD (
http://www.Korrosionsschutz-Depot.de ) Das ganze hat mich für den CY- Tank zwar immerhin ca. 43EUR gekostet, aber dafür hält´s auch!!
Ran ans Werk
André