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Autor Thema: Umbau Lenkkopflager  (Gelesen 2629 mal)
doko
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« Antworten #15 am: 30. September 2007, 08:41:43 »

Hallo,

die Frage wie man am besten die neuen Lagerschalen in der Lenkkopf presst ist leicht zu beantworten:

Man nimmt die alten Lagerschalen und benutzt sie als " Adapter " zu reinschlagen der Neuen. So braucht man keine Angst zu haben die neuen schalen durch einen falschen Hammerschlag zu beschädigen. Eine große, passende Stecknuss hat die gleiche Wirkung.

Noch etwas Allgemeines zu manchen Antworten hier im Forum:
Bei manchen Tipps sträuben sich mir die Nackenhaare. Da werden Sachen empfohlen, da fällt einem nichts mehr ein. Ist es denn für viele so schwierig sich das Handbuch runterzuladen und vorher mal etwas zu lesen ? Ich glaube, gerade die jüngeren haben ein echtes Problem damit.

Gruß doko
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matce
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« Antworten #16 am: 30. September 2007, 09:58:16 »

Es geht noch einfacher.
Man nehme eine M8 Gewindestange und zwei entsprechend große U-Scheiben (Tick größer als die Lagerschalen).
Durch Zusammendrehen treibt man die beiden Lagerschalen gleichzeitig und gleichmäßig in das Lenkkopfrohr.


@doko,
du hast das Problem mit dem Lesen richtig erkannt.
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Siggi666
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« Antworten #17 am: 15. Oktober 2007, 17:47:20 »

Hallo zusammen,

ein paar richtige Methoden wurden ja schon erwähnt:
Gewindestange zum Reinziehen mit Muttern und Scheiben oder (besser) Stecknuß in leicht kleinerem Durchmesser oder (noch besser) den alten Lagerschalen. Zumindes solange man die alten Schalen im ganzen rausbekommt....
Man sollte dabei das obere und das untere Lager in 2 Arbeitsschritten einziehen, nicht beide gleichzeitig. Es ist peinlichst darauf zu achten, das die Lagerschalen nur am jeweils äußeren Rand von dem Einziehwerkzeug berührt werden, NICHT auf der Lauffläche des Lagers. Die Schalen dürfen sich auch nicht schief einziehen, in solchen Fällen sind LEICHTE!!! Schläge mit einem Plastik- oder Gummihammer erlaubt (nur zum begradigen), besser ist es aber neu anzusetzen, da die Schiefstellung meißt nur am Anfang des Einziehens auftritt, gegen Ende des Vorganges wird das Lager ausreichen durch das Lenkkopfrohr geführt.

Wichtig: Die Lagerschalen müssen bis zu ihrem Anschlag eingezogen werden! Das gelingt mit im Duchmesser zu großen Werkzeugen meißt nicht. Da hilft eine Stecknuß oder die alte Lagerschale weiter.

Auf keinen Fall mit einem Stahl-Hammer arbeiten und auch das Rohr zum Eintreiben mit Hammerschlägen kann ich nicht empfehlen.
Das Einziehen mit der Gabel ist auch nicht so toll, da zu Einziehen meißt größere Kräfte benötigt werden, als im Betrieb hinterher auf dem Lager lasten. Dadurch können sich Macken in den Lagern bilden (besonders, wenn man unbemerkt verkantet).

Wenn sich die Schale beim Einziehen verkantet, unterliegt sie beim weiteren Eintreiben extremen Spannungen. Sie kann sich verformen oder sogar brechen. Eine unter extremer Spannung eingebaute Lagerschale ist nicht mehr exakt rund und das Lenkkopflager ist trotz des zu empfehlenden Umbaus auf Kegelrollen schwergängig, hat Rastpunkte, zuviel Spiel oder (am schlimmsten) sogar alles gleichzeitig. Damit wird das Fahrverhalten nicht besser sondern ist meißt übler als mit dem alten ausgeleierten Kugellager.

Ein Tip zum Ausbau festsitzenden Lagerschalen:
Heißmachen hilft! Z.B. mit der Lötlampe, das macht aber häßliche Bläschen auf dem Lack des Lenkkopfrohres.
Besser geht es mit einem Schutzgas-Schweißgerät (MIG / MAG). Man braucht bei den Außenringen nur an 2 gegenüberliegenden Stellen einen dicken Schweißpunkt direkt auf die (saubergewischte) Lagerfläche zu setzen (nicht schüchtern sein, die Schale muß kurz an der Schweißstelle glühen). Damit hat man einen guten Ansatzpunkt für einen Meißel oder Durchschlag (Schraubenzieher geht auch) und durch das punktuelle Erhitzen sitzt der Ring danach meißt schon recht locker.
Die untere Lagerschale auf der Gabelbrücke kann in Einzelfällen ganz hartnäckig sein. Da kann man mit dem Schweißgerät eine schöne Raupe auf die Lagerfläche draufbraten (etwa ein Viertel des Umfangs). Die Lagerschalen bestehen aus hochfestem gehärtetem Stahl. Durch das punktweise extreme Erhitzen der Schale und das schnelle Abkühlen der Schweißstelle durch Ableiten der Hitze auf den Steuerkopfdorn der Gabelbrücke wird der Lagerring an der Schweißstelle spröde. Ein paar Schläge mit dem Flachmeißel (Stahlhammer ist beim Ausbau durchaus erlaubt) Springt der Lagerring meißt auf und läßt sich leicht abziehen. Ich hab auch schon erlebt, das der Ring beim Abkühlen bereits gerissen ist und sich leichter abziehen ließ.

Prima Gruß von einem, der das ganze schon öfter gemacht hat (auch bei großen Maschinen)
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Prima Gruß





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xl50bremen
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« Antworten #18 am: 29. Februar 2008, 12:40:10 »

Tach,
Sagt mal, brauch ich ein bestimmetes Drehmoment wenn ich die Mutter draufschraube die das Spiel reguliert?

Gruß,

Sascha
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raischle
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« Antworten #19 am: 29. Februar 2008, 14:19:04 »

steering stem nut
6,0 - 7,0 kg-m (43,4-50,6 lbs.ft)

siehe WHB Seite 78 von 101


siehe WHB = Werkstatthandbuch !!!!!


einfach drauflos fragen ist wohl immer einfacher als sich mal eben einzulesen...  8o  8o
(und irgendwann sind die anderen leid, zu antworten)

Danke an doko...
deshalb immer wieder der Hinweis auf das WHB...
(der dunkle kalte Winter wäre doch ideal gewesen, einfach mal so das WHB von vorn bis hinten durchzulesen - da werden Fragen beantwortet, die Ihr noch gar nicht zu fragen gewagt habt)
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raischle -C-Y-
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« Antworten #20 am: 29. Februar 2008, 14:33:14 »

Ja, sorry ich habe es übersehen, keine Ahnung wieso. ?(
Trotzdem Danke für den Hilfreichen Hinweis. grinseman grinseman
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Eisi
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« Antworten #21 am: 29. Februar 2008, 16:49:02 »

@reischle

du bist zu bewundern mit welcher geduld und hingabe du immer wieder auf das WHB verweißt und völlig ohne erfolg smile smile smile

es wäre garnicht so schlecht in dem moment wenn eine frage gestellt wird, das ein automatisches fenster geöffnet wir auf dem steht

"hast du schon dieSuchfunktion und WHB benutzt?"

 smile smile smile
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Gruß Eisi
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« Antworten #22 am: 29. Februar 2008, 17:59:15 »

Mit steering stem nut ist die oberste Chromschraube gemeint, die die obere Gabelbrücke befestigt.
Was xl50bremen aber wissen wollte (glaube ich) ist, ob es ein "genormtes Spieleinstelldrehmoment" für die Mutter, die das Kegelrollenlager zusammenzieht. Die Chrommutter wird nur über die Gabelbrücke mit dieser Mutter verkontert, sie selbst klemmt nicht das Kegelrollenlager ein.

So eine Drehmomentempfehlung gibt es nicht.
Du musst einfach soweit anziehen, bis bei unbelastetem Vorderrad kein Spiel im Lenkkopf zu spüren ist, aber er auch noch nicht schwergängig ist (ich hab mir dazu in der Garage einen Haken in die Decke gesetzt, an dem ich die XL dann mit einem Spannband um den Rahmen aufhänge).
Aus eigender Erfahrung ist das meist noch in dem Bereich, den man mit der Hand (ohne Werkzeug) anziehen kann.

Prima Gruß
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xl50bremen
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« Antworten #23 am: 29. Februar 2008, 18:03:26 »

Japp, genau das meine ich.
Deswegen habe ich ihm WHB auch nichts davon gefunden.


Dankeschön,

Gruß,

Sascha
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« Antworten #24 am: 29. Februar 2008, 18:06:35 »

Gerne!

Aber achtung: wenn Du die Gabelbrücke dann mit der obersten Chrommutter fest hast, unbedingt nochmal das Spiel überprüfen, nicht, das es durch das Festziehen der Gabelbrücke zu stramm geworden ist....
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« Antworten #25 am: 06. August 2010, 07:55:01 »

hab´ da eine brauchbare Installationsanweisung bei Louis gefunden:

http://www.louis.de/_20f93e4eea9d1b3edbc07cd4b7ada41932/tipps/download/13-lenkkopflager.pdf

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